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Heinrich Schmid, Reutlingen
„Wir alle brauchen Perspektiven“

1914 gründete Heinrich Schmid in Metzingen ein einfaches Malergeschäft, aus dem bis heute eine Unternehmensgruppe mit fast 6.000 Mitarbeiter:innen an mehr als 175 Standorten wurde. Das familiengeführte Unternehmen bietet europaweit Handwerksleistungen an und arbeitet mit 900 Auszubildenden in ganz Deutschland. Wir sprachen mit Michael Holtkamp, er leitet den Geschäftsbereich Nordwest.

Herr Holtkamp, auch Sie werden wie so viele Handwerksbetriebe das Problem haben, dass sich vakante Stellen nicht im Handumdrehen besetzen lassen. Wann haben Sie gemerkt, dass Sie sich gerade bei der Ansprache von Schulabgänger:innen schon einiges mehr als früher einfallen lassen müssen?

Die Herausforderung besteht schon seit einigen Jahren. Wie viele andere Unternehmen haben auch wir mit der abnehmenden Qualität und vor allem Quantität der Bewerber zu kämpfen. Das liegt zum einen daran, dass sich ein Großteil der Absolventen für ein Studium entscheidet. Zum anderen hat das Handwerk an Attraktivität verloren, obwohl man damit sehr gut verdienen kann. An Aufträgen mangelt es aktuell nicht, aber leider an qualifizierten Mitarbeiter.

Und was folgte daraus? Wie haben Sie reagiert?

Wir haben Kontakte zu Schulen und Initiativen wie die Joblinge aufgebaut und pflegen diese seit Jahren. Unser Invest in Ausbildung haben wir deutlich erhöht und die Begleitung der Auszubildenden professionalisiert. Wir gehen neue Wege und bieten zum Beispiel ein Duales Studium an und testen Work & Travel mit unserem Standort auf Mallorca. Natürlich sind wir auch in den sozialen Netzwerken präsent. Zum Beispiel auf Instagram. Schauen Sie gerne mal rein: „werdeeinheinrichschmid“

Gleich auf der ersten Seite Ihrer Homepage sprechen Sie potenzielle Mitarbeiter:innen an. „Werde ein Heinrich Schmid“, steht da, dann darunter: „Die Karriereleiter gehört bei uns zur Grundausstattung“. Wie wichtig ist es, direkt in Bewerbungsgesprächen den jungen Menschen zu zeigen, was auch im Handwerk karrieremäßig alles möglich ist?

Wir alle brauchen Perspektiven. Eine Idee von der eigenen Zukunft zu haben, kann nie schaden. Das gilt für junge Menschen ganz besonders. Wir zeigen ihnen, dass das Handwerk eine tolle Alternative mit extrem vielen Möglichkeiten ist. Sowohl für den Abiturienten als auch für den Hauptschüler.

Welche Möglichkeit gibt es, einmal bei Heinrich Schmid reinzuschnuppern? Einfach, um die verschiedenen Bereiche einmal kennenzulernen und zu prüfen, ob es das richtige ist.

Wir bieten zahlreiche Möglichkeiten, in das Handwerk und bei Heinrich Schmid reinzuschnuppern. Wir haben Standorte, die beim Girls Day mitmachen. Begleittage, Praktika – alles ist möglich. Auch für uns ist es wichtig, die Bewerber:innen kennen zu lernen und ihnen einen realistischen Einblick zu geben. Nur so, funktioniert das für beide Seiten. Und dann sind da ja noch unsere Social Media-Kanäle. Wir freuen uns über jeden interessierten Schulabgänger.

Wie kamen Sie selbst zum Unternehmen?

Ich bin im Grunde der lebende Beweis dafür, wie eine Bilderbuchkarriere bei Heinrich Schmid aussehen kann. Bei mir hat es mit einer Ausbildung zum Maler angefangen, dann kam der Meister, zahlreiche Weiterbildungen und jetzt bin ich für 25 Standorte verantwortlich.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Holtkamp!

www.heinrich-schmid.com

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