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Kolping Hochschule Gesundheit und Soziales
„Eine Chance, die man nicht so oft bekommt und viel Energie freisetzt“

Mit welchen Erfahrungen muss man rechnen, wenn man eine Hochschule gründet? Wir sprachen mit Dr. Edith Hansmeier, Gründungsrektorin und Judith Topp, Gründungskanzlerin der Kolping Hochschule Gesundheit und Soziales.

Frau Dr. Hansmeier, Frau Topp, man kann mit einer Firma erst mal klein anfangen und bei Erfolg dann wachsen, gleiches gilt für Vereine oder Behörden. Bei der Gründung einer Hochschule stelle ich es mir eher schwierig vor, provisorisch und klein zu beginnen. Hat Sie die Länge der To-do-Liste, die nach Gründung einer Hochschule abgearbeitet werden muss, manchmal um den Schlaf gebracht?

Edith Hansmeier: Auf keinen Fall! Natürlich müssen wir angesichts der Gründungssituation viele Fristen und Regularien berücksichtigen. Doch die Möglichkeit, eine neue Hochschule auf Basis der gemachten Erfahrungen mit zukunftsweisenden Elementen zu gestalten, ist einmalig. Somit überwiegt die Freude, Neues zu schaffen und ein Team aufzubauen, das für frisches Wissen und werteorientierte Begegnungen steht. Dies ist eine Chance, die man nicht so oft bekommt und viel Energie freisetzt.

Es gibt bundesweit 21 Kolping Bildungsunternehmen, in denen sich jährlich 140.000 Menschen fortbilden lassen. Doch eine Hochschule gab es bislang nicht – warum jetzt?
Judith Topp: Die Hochschule bildet eine thematische Klammer und ein innovatives Element zugleich. Die Themenfelder der Bildungsunternehmen und Gesellschafterinnen und Gesellschafter reichen von der frühkindlichen Bildung bis hin zur Betreuung von Menschen höheren Lebensalters. Mit unseren Studiengängen greifen wir dies auf und können so reflektierte Praxisbezüge schaffen und Wissensimpulse geben.

Der Fokus des Studienangebots liegt auf den Themen Gesundheit und Soziales. Warum eigentlich? 1850 gründete Adolph Kolping den Rheinischen Gesellenbund, die Wurzeln liegen doch eher im Handwerk.

Edith Hansmeier: Adolph Kolping hat als Geselle erste Erfahrungen im Handwerk gesammelt und sich dann aus einer Phase der Krankheit heraus neu orientiert. Mit seiner Entscheidung, das Abitur zu machen und zu studieren begleiteten ihn Freunde und Förderer, die ihn auf diesem Weg auch finanziell unterstützten und seinen Mut sich aus seiner Herkunft heraus weiterzuentwickeln bestärkt haben. Adolph Kolping steht somit für lebenslanges Lernen und die Überwindung sozialer Schichten und einschlägiger Berufswege.

Sie arbeiten an einer, so heißt es offiziell, digitalen Präsenzhochschule. Wie ist dieser Untertitel im Namen gemeint?

Judith Topp: Die digitale Präsenzlehre, die sich aus gemeinsamen Seminaren im digitalen Vorlesungsraum, weiteren digitalen Lehrangeboten und regelmäßigen Präsenzveranstaltungen alle 6 bis 8 Wochen in Köln zusammensetzt, ermöglicht Studierenden aus dem gesamten Bundesgebiet eine wohnortnahe und ortsunabhängige Teilnahme am Studium. Gleichzeitig finden sich die Studierenden über die enge Begleitung und Beratung unserer Studienberatung und Dozent*innen zu einer Lern- und Wissenscommunity zusammen, die sie durch das Studium und darüber hinaus begleitet.

Wenn ich mich bei Ihnen einschreibe, studiere ich an einer privaten Hochschule und muss auch Studiengebühren bezahlen. Warum lohnt es sich aus Ihrer Sicht, das Geld zu investieren?

Edith Hansmeier: Die Investition in Bildung zahlt sich in vielerlei Hinsicht aus. Sie schafft neue Perspektiven, fördert die Entwicklung der Persönlichkeit und des beruflichen Werdegangs. Die Chance, mit uns ausbildungs- und berufsbegleitend und zugleich wohnortnah zu studieren, ermöglicht die Teilnahme am Erwerbsleben und ebnet zugleich einen systematisierten Theorie-/Praxisbezug. Somit zahlt der Kompetenzzuwachs unmittelbar auf das berufliche Handeln ein.

Frau Hansmeier, Frau Topp, vielen Dank für das Gespräch!

www.kolping-hochschule.de
info@kolping-hochschule.de
Tel. 0221 717909-0

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